Abrissgenehmigung teich bielefeld
Technische anforderungen (din 18300, bauo NRW)
die technischen anforderungen an den untergrund und die ausführung ihres teiches sind entscheidend für dessen langlebigkeit und standsicherheit. Insbesondere bei lehmboden sind die besonderheiten hinsichtlich tragfähigkeit, setzungsverhalten und wasserundurchlässigkeit zu berücksichtigen.- baugrunduntersuchung: eine qualifizierte baugrunduntersuchung ist bei lehmboden unerlässlich. Sie liefert daten zur bodenart, schichtenfolge, tragfähigkeit, verformbarkeit und zum grundwasserspiegel.
- erdarbeiten (din 18300, vob/c): die din 18300 (vob/c - erdarbeiten) regelt die fachgerechte ausführung von erdarbeiten, vom bodenaushub über die lagerung bis zur verdichtung. Bei lehmböden ist besonders auf eine kontrollierte verdichtung und den schutz vor wasserzutritt zu achten.
- fundamentierung (din en 1997-1 - eurocode 7): auch wenn ein teich selbst kein klassisches fundament im sinne eines gebäudes benötigt, sind uferbefestigungen, kleine brücken oder filteranlagen fundierungspflichtig. Der din en 1997-1 (eurocode 7) regelt die geotechnische bemessung von fundamenten. Für frostfreie gründungen in NRW ist eine mindesttiefe von 80 cm unter geländeoberkante einzuhalten, um frosthebungen zu vermeiden.
- dränage: bei hohem grundwasserspiegel oder stauendem lehmwasser kann eine dränage zur entlastung des teichbodens und zur vermeidung von auftriebsschäden notwendig sein.
üBersicht fundamentierungsansätze für teiche und zugehörige bauteile
die wahl des fundamenttyps hängt stark von der teichgröße, dem vorgesehenen material (folienteich, fertigteich, betonteich) und den bodenverhältnissen ab.| fundamenttyp / unterbau | mindesttiefe | typisches material | kostenschätzung (pro m², rein materiell) |
| verdichtete tragschicht (für folienteich) | 20 cm unter teichfolie, frostfrei für randbereiche (80 cm) | kies-sand-gemisch (0/32 mm), geotextilvlies | ca. 15 - 30 € |
| magerbetonsohle (für betonteich / starren becken) | mind. 15 cm stärke auf verdichtetem untergrund, frostfrei für randbereiche (80 cm) | magerbeton c8/10, pe-folie als gleitschicht | ca. 30 - 60 € |
| betonringfundament (für uferbefestigung / randsteine) | 80 cm (frostfrei gemäß din en 1997-1) | beton c20/25, ggf. Bewehrung b500b | ca. 40 - 80 € (pro lfm ufer) |
| streifenfundament (für technische einhausung / filteranlage) | 80 cm (frostfrei gemäß din en 1997-1) | beton c20/25, ggf. Bewehrung b500b | ca. 60 - 120 € (pro lfm) |
Schritt-für-schritt-anleitung zur teichplanung
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Schritt 1: standort und lokale vorschriften prüfen
prüfen sie den flächennutzungsplan der stadt [unbekannt] - insbesondere bodenart (lehm/moräne/sand) und schutzgebiete. Klären sie frühzeitig, ob ihr vorhaben genehmigungspflichtig ist oder ob sie besondere auflagen erfüllen müssen (z.B. Abstandsflächen, naturschutz). Holen sie gegebenenfalls eine bauvoranfrage ein. -
Schritt 2: baugrundanalyse durchführen
führen sie eine einfache bodenprobe durch: bohren sie 60 cm tief - bei klebrigem, rissigem material handelt es sich wahrscheinlich um lehm. Für eine belastbare aussage beauftragen sie einen geologen für ein bodengutachten, das auch den grundwasserspiegel ermittelt. -
Schritt 3: fundament und unterbau planen
wählen sie das fundament bzw. Den unterbau entsprechend den bodengegebenheiten und dem teichtyp. Bei lehmboden in NRW müssen tragende oder frostgefährdete bauteile (z.B. Ufermauern) mindestens 80 cm tief gegründet werden (gemäß din 18300, abschnitt 3.2.1 und din en 1997-1). -
Schritt 4: planung dokumentieren und genehmigung einholen
dokumentieren sie die planung mit fotos, skizzen und technischen berechnungen. Dies ist insbesondere erforderlich, falls eine baugenehmigung beantragt werden muss oder bei nachträglicher überprüfung der genehmigungsfreiheit. Bei bedarf reichen sie einen bauantrag bei der zuständigen baubehörde ein.