Carport genehmigungsfrei castrop-rauxel

Lokale vorschriften in castrop-rauxel

prüfen sie stets die örtliche bauordnung und den flächennutzungsplan der stadt castrop-rauxel.
ein carport kann gemäß § 62 abs. 1 nr. 1a der landesbauordnung nordrhein-westfalen (bauo NRW) in der regel genehmigungsfrei sein, wenn dessen grundfläche einschließlich abstellraum nicht mehr als 30 m² beträgt und es keine aufenthaltsräume enthält. Die errichtung muss zudem im geltungsbereich eines bebauungsplans erfolgen oder sich innerhalb der im zusammenhang bebauten ortsteile in die eigenart der näheren umgebung einfügen. wichtiger hinweis: trotz der genehmigungsfreiheit müssen alle öffentlich-rechtlichen vorschriften, insbesondere die abstandsflächen gemäß § 6 bauo NRW und die festsetzungen des bebauungsplans (z.B. Baugrenzen, baulinien, überbaubare grundstücksfläche), eingehalten werden. Konsultieren sie unbedingt das aktuelle 'merkblatt für garagen und carports' oder 'hinweise zum genehmigungsfreien bauen' der stadt castrop-rauxel, welches sie auf der offiziellen website der stadt oder beim örtlichen bauamt finden. Ein bauherr in castrop-rauxel erhielt beispielsweise eine nachträgliche abrissverfügung, weil er die abstandsflächen zu seinem nachbarn nicht eingehalten hatte, obwohl das carport selbst unter der 30 m²-grenze lag.

Carport genehmigungsfrei in castrop-rauxel bauen - schritt-für-schritt

  1. Schritt 1: prüfung der genehmigungsfreiheit und lokaler vorschriften

    informieren sie sich detailliert bei der stadt castrop-rauxel (bauamt) über die spezifischen anforderungen an genehmigungsfreie carports. Prüfen sie den bebauungsplan für ihr grundstück bezüglich baugrenzen, abstandsflächen (§ 6 bauo NRW) und maximal zulässiger bebauung. Beachten sie die 30 m²-grenze für carports gemäß § 62 bauo NRW.
  2. Schritt 2: baugrunduntersuchung für lehmboden

    führen sie eine einfache bodenprobe durch: graben oder bohren sie mindestens 60 cm tief an den vorgesehenen fundamentpositionen. Wenn das entnommene material klebrig ist, sich formen lässt und beim trocknen risse bildet, handelt es sich um bindigen lehmboden. Bei unsicherheit oder großen lasten empfiehlt sich ein bodengutachten nach din en 1997-1.
  3. Schritt 3: fundamenttyp und dimensionierung festlegen

    wählen sie basierend auf dem baugrund und der carport-konstruktion den passenden fundamenttyp (punkt- oder streifenfundament). Planen sie eine frostfreie gründungstiefe von mindestens 80 cm unter gok (gemäß din 18300, abschnitt 3.2.1). Die fundamentgrößen müssen die lasten aus dem carport (eigenlast, schnee- und windlast) sicher in den boden ableiten (nach din en 1997-1).
  4. Schritt 4: erdarbeiten und fundamentaushub

    heben sie die fundamentgruben entsprechend der festgelegten dimensionen aus. Achten sie auf senkrechte grubenwände und eine ebene sohle. Bei lehmboden ist es ratsam, die aushubsohle nicht unnötig lange offen zu lassen, um aufweichungen durch regen zu vermeiden.
  5. Schritt 5: sauberkeitsschicht und drainage anlegen

    legen sie eine ca. 10 cm dicke sauberkeitsschicht (z.B. Aus magerbeton c8/10 oder schotter 0/32) auf die fundamentsohle. Bei lehmboden empfiehlt es sich, die fundamente zusätzlich mit einer 15-20 cm dicken kies- oder schotterschicht (drainage) zu ummanteln, um staunässe vorzubeugen und die frostsicherheit zu erhöhen.
  6. Schritt 6: betonieren der fundamente

    verwenden sie beton der festigkeitsklasse c20/25 für die fundamente. Achten sie auf eine gute verdichtung, um lufteinschlüsse zu vermeiden. Nach dem betonieren sollte der beton geschützt und ausreichend lange nachbehandelt werden (ca. 7 tage), um eine optimale festigkeitsentwicklung zu gewährleisten.
  7. Schritt 7: dokumentation

    dokumentieren sie den bauprozess mit fotos und skizzen, insbesondere die aushubtiefen und die ausgeführten fundamente. Dies kann bei späteren rückfragen des bauamtes oder bei einem verkauf des grundstücks nützlich sein.